Lesung, Erfahrungen und Installation zu Neuland – Keinland – Niemandsland mit Martin Kolek.
„Hinterm Horizont geht’s weiter, ein neuer Tag…“, so ein Refrain aus einem Lied von Udo Lindenberg. Was kommt hinterm Horizont, und komme ich dorthin, das ist die bange Frage der Geflüchteten, die hoffen, dass sie in einer besseren Zukunft ankommen…. und dass sie überhaupt ankommen!


Martin Kolek ist Kinder– und Jugendpsychotherapeut und ehrenamtlich als humanitärer Helfer auf See tätig.
Als stellvertretender Schiffsführer war er 2016 auf der ‚Sea Watch‘, danach auf einem 18,50 m Monitoring – Segelschiff ‚Nadir‘ der deutschen Organisation RESQSHIP e.V. .
Er hat schon oft Menschen aus lebensbedrohenden Situationen gerettet, aber auch Tote geborgen. Besonders für diese wurde ein Friedhof und `Mahnmal der Vergessenen´ errichtet, mitinitiiert von Martin Kolek.
In den Einsätzen ist er im direkten Kontakt mit den Menschen und vor allem den existenziellen Fragen zwischen Leben und Tod, Angst und Ohnmacht. In seinen Büchern erzählt er von bewegenden Situationen, von Schicksalen, die niemanden unberührt lassen können. Situationen, in denen Trauer und Erleichterung nebeneinander die Menschen erfassen. In Kooperation mit Bertold Filthaut, dem verantwortlichen Leiter des Johannes, wird Martin Kolek
am 19.11.25 ab 19.00 Uhr im Kirchengasthaus, Schloßstraße 10, Hövelhof
einen Einblick in die Realität der Flüchtenden geben. Er wird aus seinen Büchern lesen und von Erfahrungen begleitend erzählen. Die zuhörenden Gäste werden durch Rauminstallationen eintauchen können in Erlebnisse, die nur scheinbar weit weg geschehen und nicht gleichgültig zurücklassen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: zur Anmeldung.