Westfalen-Blatt vom 6.6.2024: Bündnis für Demokratie und Toleranz in Hövelhof wählt fünf Sprecher
Neue Westfälische vom 18.5.2024: In Hövelhof macht sich ein Demokratiebündnis auf den Weg
Westfalen-Blatt vom 18.5.2024: AfD-Gemeindeverband in Hövelhof geplant
Reaktion von Herrn Klaus Sindern auf den Artikel vom Westfalen-Blatt vom 17.5.2024:
Da machen sich kluge, reflektierte, verantwortungsvolle und im Leben stehende Menschen Gedanken in einer Zeit, in der offen rassistische, offen nationalistische und offen rechtsextreme Parolen nicht nur geäußert, sondern auch in entsprechenden Handlungsaufrufen hemmungslos in unsere Gesellschaft getragen werden. Der Aufruf, als Reaktion darauf über ein Bündnis für Demokratie nachzudenken, ist eigentlich ein sehr logischer Schritt. Dass ein solcher Aufruf von Menschen initiiert wird, die in ihrem normalen Leben und Alltag für gesellschaftliche Themen und Probleme aufgeschlossen und in diesem Sinne aktiv sind, erscheint ebenfalls sehr nachvollziehbar und logisch. Und wo sonst als in Parteien und anderen gesellschaftlich relevanten Gruppen haben solche Aktivitäten ihren Platz?
Ein geplantes Bündnis mit „Skepsis zu betrachten“, wirft ein bedenkenswertes Licht auf eben diesen Betrachter, konkret auf den Vorsitzenden der Hövelhofer CDU-Fraktion, Udo Neisens. Der Bewertung, es sei nicht „klug (…), wenn sich Parteien aus dem Rat bei so einem Bündnis so prominent“ ein(.)bringen“, kann man nur mit einer schlichten Frage begegnen: Welche der Hövelhofer Parteien möchte sich – als Partei wohlgemerkt – prominent in ein Bündnis für Demokratie einbringen? Da hat sich der Herr Neisens intellektuell ein bisschen verrannt und ist einem Reflex gefolgt, der für ihn in seiner Parteifunktion typisch erscheint.
Das geplante Bündnis für Demokratie richtet sich gegen jegliches Bestreben, diese Demokratie zu untergraben, auszuhöhlen oder gar abzuschaffen. Dass diese Tendenzen aktuell einer bestimmten Partei unterstellt werden dürfen, wird sicher und hoffentlich auch Herr Neisens nicht in Abrede stellen. Wer in diesem Kontext ein „gewisses Störgefühl“ angesichts der Gründung eines Bündnisses für Demokratie empfindet, sollte dringend sein eigenes Demokatieverständnis überprüfen.
Westfalen-Blatt vom 17.5.2024: Bündnis soll am 5. Juni gegründet werden und stößt auf Skepsis der Senne-CDU